Ausbildung Hotelfachfrau/ Hotelfachmann

Arbeiten wo andere urlaub machen?

Warum Hotelfachfrau/ Hotelfachmann werden?

Das Hotel- und Gastronomiegewerbe ist einer der stärksten Wirtschaftszweige weltweit – und weil das Angebot der Übernachtungsmöglichkeiten so vielfältig ist, gibt es eine entsprechend großes Angebot an Arbeitgebern. Im Vergleich zu anderen Berufen in der Branche gilt generell: Hotelfachleute (kurz HoFas) haben eine höhere Chance auf eine Anstellung in einem großen Hotel als z.B. Restaurantfachleute, weil sie aufgrund der Ausbildung mit allen Abteilungen vertraut sind. Zudem sind die Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich sehr vielversprechend, wenn man als Hotelfachfrau/ Hotelfachmann etwa ein Studium absolviert.

Wie läuft die Ausbildung zum Hotelfachfrau/ Hotelfachmann ab?

Angehende Hotelfachleute absolvieren eine dreijährige duale Ausbildung. Das bedeutet, dass man den theoretischen Teil in der Berufsschule und die Praxisphasen im Ausbildungsbetrieb verbringt. Die Berufsschule besucht man im ersten Ausbildungsjahr oftmals an zwei Tagen in der Woche, im zweiten und dritten Ausbildungsjahr nimmt man hingegen nur noch einmal wöchentlich am Unterricht teil.

Die Praxisphasen absolviert man im Ausbildungsbetrieb. Dabei durchläuft man mehrere Abteilungen wie beispielsweise das Front Office – besser bekannt als Rezeption –, die Küche oder das Restaurant. Wie viele Bereiche man kennenlernt, hängt immer von der Größe des Hotels ab.

Die wichtigsten Infos zur Ausbildung zur Hotelfachfrau/ Hotelfachmann

Der Beruf der Hotelfachfrau ist zwar überaus abwechslungsreich, aber auch mit Stress verbunden. Du musst also körperlich anspruchsvoll arbeiten können und deinen Gästen gegenüber dennoch stets mit einem Lächeln im Gesicht gegenüber treten. Zusätzlich musst du bereit sein, an verschiedenen Arbeitsorten eingesetzt zu werden. Hast du obendrein Spaß am Umgang mit Gästen und Kollegen, ist die Ausbildung zur Hotelfachfrau/-mann ideal für dich!

1. Jahr: 430 – 690 Euro

2. Jahr: 540 – 780 Euro

3. Jahr: 610 – 870 Euro

  • Service
  • Empfang
  • Küche
  • Housekeeping 
  • Büro
  • Standard-Arbeitszeit
  • Wochenendarbeit
  • Schichtdienst
  • Feiertage
  • Weiterbildung zum Hotelmeister, zum Fachwirt im Gastgewerbe oder zum Hotelbetriebswirt 
  • Fachstudium 
  • Unter Umständen Selbstständigkeit
  • Abwechslungsreiche Aufgaben
  • Arbeitskleidung ist i.d.R. vorgegeben
  • Arbeiten am frühen Morgen oder späten Abend ist normal
Ausbildung zur Hotelfachfrau oder zum Hotelfachmann
Ausbildung Hotelfachfrau/ Hotelfachmann

Wer kann Hotelfachfrau werden?

Du solltest Hotelfachfrau/ Hotelfachmann werden wenn …

  • es dir leicht fällt, auch in stressigen Situationen den Gast anzulächeln und entspannt zu bleiben
  • du ein Macher bist und denkst, dass man nie auslernt
  • du einen ausgeprägten Teamgeist hast

Du solltest keine Hotelfachfrau/ Hotelfachmann werden wenn …

  • du von 9-17 Uhr arbeiten möchtest
  • du keinen Spaß hast Menschen zu bedienen und Wünsche zu erfüllen
  • du schnell den Überblick in stressigen Situation verlierst

Welche Typen für die Ausbildung Hotelfachfrau/-mann gemacht sind:

Organisationstalente

Im Restaurant musst du unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig erledigen: Drei Gäste wollen bezahlen, jemand möchte sein Essen zurück senden und ein anderer Gast möchte bestellen. Als Hotelfachfrau kannst du Prioritäten setzen und lässt dich dabei nicht stressen. 

Macher

Seien es Aufräumarbeiten nach einem Event oder Hilfe bei dem einchecken der Gäste – du packst mit an und unterstützt dein Team gerne. 

Menschenkönner

Der Kontakt mit den Gästen macht einen Großteil deiner Ausbildung aus. Man beantwortet Fragen, serviert die Speisen, hält Smalltalk und handhabt Beschwerden. Dabei ist es das Gebot eines jeden Hotelmitarbeiters, den Gast stets emphatisch und höflich zu behandeln. Denn?…. Der Gast ist König.

Was lerne ich in der Ausbildung Hotelfach?

Internationale Teilnehmer einer Tagung,  Freunde, die ihren All-Inclusive-Sommerurlaub gemeinsam verbringen oder eine Hochzeitsdinner im Restaurant eines Luxushotels – es gibt unzählige Anlässe, als Gast ein Hotel zu besuchen. Jedoch haben sie alle einen gemeinsamen Nenner: Um sie kümmert sich die Hotelfachfrau und der Hotelfachmann.

Während der Ausbildung zur Hotelfachfrau lernt man im Ausbildungsbetrieb alle Abteilungen und hotelspezifischen Prozesse kennen – eine gesetzlich vorgeschriebene Reihenfolge gibt es dabei aber nicht. Im ersten Ausbildungsjahr wird dir das Grundwissen vermittelt und du verrichtest beispielsweise erste Arbeiten in der Küche, wie dem Vorbereiten von Gerichten. An einem anderen Tag hilft man an der Rezeption aus und bringt die Gäste auf das Zimmer.

Im zweiten Ausbildungsjahr führt man Verkaufsgespräche, serviert Speisen und kann sogar an der Gestaltung der Speisekarte mitwirken. Des Weiteren lernen angehende Hotelfachleute das Qualitätsmanagement. Das beinhaltet beispielsweise wie Gästezimmer gereinigt und ordnungsgemäß hergerichtet werden. 

Im letzten Ausbildungsjahr wird man häufiger an der Rezeption eingesetzt, wo man die Gäste ins Hotel eincheckt und vereinzelte Gästewünsche umsetzt. Zudem kann es vorkommen, dass die Azubis an der Vorbereitung von Events beteiligt sind, insbesondere wenn der Ausbildungsbetrieb ein Messe- oder Kongresshotel ist. 

Arbeitsbereiche

Küche: Als Hotelfachfrau kennt man nicht nur die Speisekarte von A bis O, sondern hilfst auch bei der Zubereitung der Speisen mit. Du lernst dabei auch die Hygienevorschriften (HACCP) einzuhalten. 

Restaurant: Du lernst den richtigen Wein mit den Speisen des Menüs zu paaren und berätst dazu die Gäste auf Wunsch. Zudem servierst du die Gerichte aus der Küche, bringst dem Gast die Rechnung. kassierst ab und händelst die Stornos. Man achtet darauf, dass jeder Gast versorgt ist und dass der Servicebereich  immer im sauberen und ansprechenden Zustand für den Gast und die Mitarbeiter sind.

Housekeeping: Als angehende Hotelfachfrau erlernst du ebenfalls die Abläufe der Zimmerreinigung. Dazu gehören typische Housekeeping-Aufgaben, wie das wechseln der Bettwäsche, Reinigen der Bäder und Staubsaugen der Hotelflure. In dieser Abteilung hast du zwar weniger Gästekontakt, aber dennoch ist sie eine der wichtigsten in der Hotellerie. Denn ohne ein sauberes Zimmer fühlt der Gast sich unwohl und wird nicht wiederkommen. 

Rezeption: Typische Aufgaben einer Hotelfachfrau oder eines Hotelfachmannes an der Rezeption sind das Einchecken der Gäste, das Entgegennehmen von Reservierungen per Telefon oder das Empfehlen von hauseigenen Angeboten. Insbesondere wirst du in der Buchungssoftware geschult, um zum Beispiel Reservierungen zu prüfen oder Aufenthalte von Gästen zu verlängern. 

Büro: Abseits der operativen Abteilungen kümmerst du dich hier um administrative und verwaltungstechnische Aufgaben. Dazu zählen unter anderem die Buchhaltung und das Personalwesen.

 
Arbeitszeiten

Für die meisten Abteilungen im Hotel ist Schichtdienst keine Seltenheit. Hat man Frühdienst, fängt man beispielsweise um vier Uhr morgens an und beendet seinen Arbeitstag gegen Mittag. Spätschichten beginnen meistens nachmittags und gehen in die Nacht hinein. Am Empfang gibt es auch den Nachtdienst, bei dem man den Gästen zur Verfügung steht und den nächsten Tag vorbereitet. 

Gut zu wissen: Für minderjährige Azubis gelten besondere Arbeitszeiten, da es für sie laut Jugendarbeitsschutzgesetz nicht erlaubt ist nachts zu arbeiten.

 
Arbeitskleidung

In der Regel ist die Arbeitskleidung für die Hotelfachfrauen und Hotelfachmänner vom Arbeitgeber vorgeschrieben. Je nach Klassifizierung des Hotels und der Abteilung kann diese lockerer und strenger sein. Aufgrund des regen Gastkontakts ist ein gepflegtes Äußeres jedoch Voraussetzung.  

Aus Hygienegründen ist für Personen mit langen Haaren das Tragen eines Haarnetzes in der Küche Vorschrift. Wenn man Aufräumarbeiten verrichtet, wie beispielsweise im Housekeeping, trägt man Gummihandschuhe und je nach Arbeit eine Maske als Sicherheitskleidung. Die Servicekraft im Restaurant trägt eine weiße Bluse und eine Schürze. Es gibt auch viele Lifestyle und Boutique Hotels in denen auf Individualität Wert gelegt wird. Denn dann kannst du Tattoos zeigen, Lippenstift tragen und deine Kleidung frei wählen. 

Was lerne ich in der Berufsschule?

In der Berufsschule stehen sowohl berufsspezifische als auch berufsübergreifende Inhalte auf dem Lehrplan. Fachspezifische Themen sind beispielsweise Warenwirtschaft, Gastorientierung und Hotelorganisation. Zu den allgemeinen Fächern zählen Politik, Englisch, Deutsch und Sport.

Manche Berufsschulen bieten sogenannte Differenzierungskurse, also eine Art Wahlkurse, an. Dann kann man zusätzlich zu den vorgeschriebenen Fächern beispielsweise einen Wein-, Koch-, Cocktail- oder Sprachkurs belegen.

1. Ausbildungsjahr: 

Im ersten Jahr beginnst du deine Ausbildung zum Hotelfachfrau/ Hotelfachmann mit der beruflichen Grundbildung, wie der Getränkekunde sowie Gläser-, Besteck- und Geschirrkunde. Auch wie Getränke und Speisen serviert werden, erlernt man als angehende Hotelfachfrau bereits im ersten Jahr. Darüber hinaus lernst du die wichtigsten Prozesse der Küche und dem Lager kennen, wobei du auch in den Hygienevorschriften unterrichtet wirst. Zudem lernst du wichtige Aspekte der Betriebsführung, wie der Datenschutzverordnungen, Stornos und wie Anmeldungen registriert werden. Da Englisch für die Kommunikation mit den internationalen Gästen im Hotel essentiell ist lernst du auch die Fremdsprache im ersten Jahr. 

2. Ausbildungsjahr: 

Im zweiten Ausbildungsjahr geht es um deine berufliche Fachbildung. Zum Beispiel stehen nun die Beratung und der Verkauf im Restaurant im Fokus. Wie werden Gäste richtig beraten? Wie geht man mit Reklamationen um? Wie geht man professionell mit Gastbeschwerden um? Wie behandelt man spezifische oder diskrete Gastwünsche? Auf diese Fragen solltest du nach dem zweiten Ausbildungsjahr Antworten haben. Des Weiteren steht die Warenwirtschaft auf dem Lehrplan, wobei du lernst wie man Bestellungen aufgibt und Verkaufspreise wirtschaftlich ermittelt. Ein weiterer Themenbereich ist der Warendienst, in dem vermittelt wird, wie Hotelzimmer vorbereitet und überprüft werden.

3. Ausbildungsjahr: 

Im letzten Ausbildungsjahr wird deine Fachbildung erweitert, denn du vertiefst deine Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Gastorientierung. Jetzt geht es um den Bereich Front Office (Empfang) und wie man beispielsweise Angebote erstellt, Gästeaufträge durchführt und die Hotelkasse führt. Des Weiteren wirst du mit dem Fachbereich Marketing & Sales vertraut gemacht und erlernst, wie man Verkaufs- und Werbekonzepte erstellt und durchführt. 

Was kann ich mit meinem Abschluss machen?

Laut Prognosen soll der Umsatz im Gastgewerbe im Jahr 2020 rund 22 Milliarden Euro betragen und allein in Deutschland sollen bis 2025 über 350 neue Hotels gebaut werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass es für Hotelfachfrauen und -männer auch in Zukunft genug Arbeitsmöglichkeiten geben wird. Auch besteht die Möglichkeit, deine Karrierechancen zu verbessern, indem du dich beispielsweise zum Hotelbetriebswirt oder zum Fachwirt im Gastgewerbe weiterbildest – dadurch stehen dir auch Führungspositionen offen! Es gibt für die Hotellerie unterschiedliche Weiterbildungen für die jeweiligen Berufsfelder.

Am häufigsten findest du natürlich in Hotels, Gaststätten, Herbergen oder Pensionen eine Beschäftigung. Darüber hinaus kannst du aber auch in Restaurants, Kurkliniken und Freizeitparks arbeiten.

Wieviel bekomme ich während der Ausbildung zur Hotelfachfrau/ -mann?

1. Jahr
650-750
pro Monat
2. Jahr
700-850
pro Monat
3. Jahr
800-950
pro Monat

Die Höhe deines Ausbildungsgehalts hängt von Branche, Berufsfeld, dem Bundesland in dem du arbeitest und den dort geltenden Tarifverträgen ab. Mit jedem Ausbildungsjahr wird auch dein Ausbildungsgehalt erhöht. Oben haben wir die Bruttogehälter vom 1. bis zum 3. Ausbildungsjahr verglichen. 

Was ist, wenn mein Betrieb keinen Tarifvertrag hat?

Im Gastgewerbe finden Tarifverträge nicht so häufig Anwendung wie in anderen Branchen. Dennoch wird vereinzelt nach Tarif bezahlt. Ist dein Betrieb nicht an einen Tarifvertrag gebunden, kann es leider vorkommen, dass du etwas weniger verdienst. Laut Gesetzt darf dein Gehalt allerdings nur 20 Prozent geringer ausfallen als das Gehalt von Hotelfachfrauen, die in demselben Bundesland nach Tarif vergütet werden.

Unser Tipp

Nutze einen Brutto-Netto-Rechner, der dir ziemlich genau ausrechnen kann, wieviel du letztendlich am Ende des Monats auf dem Konto hast. Der Rechner ist auch sehr hilfreich, wenn es in die Gehaltsverhandlungen geht! Denn er hilft dir zu verstehen wieviel du verdienen musst um genügend Geld zu haben.

Gibt es Alternativen zum Hotelfach

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