Teilzeit: Modelle, Arbeitsstunden und Urlaub

Teilzeit: Modelle, Arbeitsstunden und Urlaub

Fragst du dich, welche gesetzlichen Regelungen für die Teilzeitarbeit gelten? Du möchtest mehr über die verschiedenen Teilzeitmodelle erfahren, die in Deutschland üblich sind? Oder wie viele Stunden man überhaupt arbeiten darf?  Das erfährst du alles in unserem Leitfaden zur Teilzeitarbeit.

Viele Menschen wollen nicht zwischen Arbeit und Familie wählen und wählen deshalb eine Teilzeitbeschäftigung. Dies ermöglicht es ihnen, weniger als 40 Stunden pro Woche im Unternehmen zu verbringen und trotzdem genügend Zeit für eigene Projekte zu haben. 

Dies ermöglicht es ihnen, weniger als 40 Stunden pro Woche im Unternehmen zu verbringen und trotzdem genügend Zeit für eigene Projekte zu haben. 

Teilzeit zu arbeiten hat viele Vorteile: Wer weniger arbeitet, hat mehr Zeit für sich selbst, für die ehrenamtliche Arbeit in einem gemeinnützigen Verein, für die Unterstützung der Familie oder für die Weiterbildung neben der Arbeit.

Was ist Teilzeit?

Man täuscht sich, wenn man glaubt, dass Teilzeit grundsätzlich der Hälfte der normalen Arbeitszeit entspricht. Obwohl viele Menschen 20 Stunden pro Woche arbeiten.

Aber die Teilzeitarbeit hängt vom Arbeitsverhältnis ab und davon, inwieweit eine Vollzeitbeschäftigung möglich ist. In einem Unternehmen sind zum Beispiel 40 Stunden pro Woche Vollzeit, während in einem anderen Unternehmen die Beschäftigten 38 Stunden pro Woche Vollzeit arbeiten.

Unter Teilzeit versteht das Gesetz nach § 2 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG), jedoch jede Vereinbarung, die eine geringere Arbeitszeit als eine Vollzeitbeschäftigung vorsieht.

Der Arbeitgeber greift dabei auf die normale Stundenzahl eines Mitarbeiters in seinem Unternehmen zurück, der eine gleiche oder vergleichbare Tätigkeit ausübt.

Wenn z.B. die vorhandene Kellnerin in einem Restaurant 40 Stunden pro Woche arbeitet, sind 35 Stunden in der Servicefunktion bereits Teilzeit. Die persönliche Stundenzahl ist im Arbeitsvertrag festgelegt.

Generell hat jeder Mitarbeiter, der bereits sechs Monate oder länger im Unternehmen beschäftigt ist, das Recht, seine Arbeitszeit auf Teilzeit zu reduzieren. 

Grundsätzlich ist eine geringfügige Beschäftigung, auch Mini-Job oder 450-Euro-Job genannt, immer eine Teilzeitstelle.

Warum Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Teilzeit arbeiten wollen, ist unterschiedlich begründet. Eltern kümmern sich oft um minderjährige Kinder oder pflegebedürftige Familienmitglieder.

Teilzeitbeschäftigung ist insbesondere für Arbeitnehmer interessant, die nach der Babypause oder Elternzeit schrittweise in den Beruf zurückkehren wollen. Mehr freie Zeit für Hobbys ist ein weiterer Grund, ebenso wie gesundheitliche Gründe oder ein Teilzeitstudium.

Wie viele Stunden darf ich bei Teilzeit arbeiten?

Da eine Teilzeittätigkeit mit einer Vollzeittätigkeit im Verhältnis steht, läßt sich die Frage nach der Arbeitsstundenzahl nicht allgemeingültig beantworten.

Nach dem Gesetz ist Teilzeit definiert als eine Beschäftigung mit weniger Wochenarbeitsstunden als eine Vollzeitbeschäftigung.

Diese Vollzeitstelle muss zum Vergleich im gleichen Unternehmen und in Bezug auf die Arbeit vergleichbar sein. Arbeiten alle Beschäftigten üblicherweise 40 Wochenstunden, sind 39 Wochenstunden in der Theorie bereits eine Teilzeitanstellung.

Aus diesem Grund gibt es den Begriff vollzeitliche Teilzeitbeschäftigung, der im Allgemeinen eine Teilzeitstelle mit 30 oder mehr Stunden pro Woche beschreibt.

Bei Teilzeitbeschäftigung werden die Stunden mit dem Arbeitgeber im Vorfeld abgestimmt. Im Arbeitsvertrag wird in der Regel festgelegt, wie viele Stunden du pro Woche arbeitest. Teilzeitarbeit kann für 39 Stunden pro Woche, 20 Stunden pro Woche oder nur für 3 Stunden vereinbart werden.

Es gibt keine gesetzlichen Mindeststunden, die bei einer Teilzeitbeschäftigung geleistet werden müssen. Bemessungsgrundlage für die Arbeitsstundenzahl ist der Arbeitsvertrag.

Es kann jedoch durchaus sein, dass im Teilzeitarbeitsvertrag keine feste Stundenzahl festgelegt ist. In diesem Fall findest du Formulierungen wie „Teilzeit mit flexibler Wochenarbeitszeit“ oder „die Arbeitszeit richtet sich nach den Interessen des Unternehmens“.

Teilzeit: Modelle, Arbeitsstunden und Urlaub

In diesem Fall hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Teilzeitbeschäftigung von mindestens zehn Stunden pro Woche. Wenn der Arbeitgeber dich mit weniger Stunden in Teilzeit beschäftigt, kannst du den Lohn für zehn Stunden Arbeit pro Woche beanspruchen.

Da keine Mindeststundenzahl für die Ausübung einer Teilzeitbeschäftigung vorgesehen ist, kann im Vertrag zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer vereinbart werden, dass lediglich zwei Stunden pro Woche gearbeitet wird.

Braucht der Arbeitgeber dich jedoch viel häufiger, kann eine Anpassung des Vertrags verlangt und die durchschnittliche Stundenzahl korrigiert werden.

Wirkt sich Teilzeitarbeit auf den Urlaubsanspruch aus?

Ja und nein. Der Anspruch auf Urlaub berechnet sich auf der Grundlage der Anzahl der geleisteten Arbeitstage eines Mitarbeiters pro Woche. Die Stundenzahl pro Tag hat hierauf keinen Einfluss.

Im Jahr gibt es mindestens vier Urlaubstage pro Wochenarbeitstag. Das bedeutet für eine normale Arbeitswoche mit fünf Arbeitstagen einen Rechtsanspruch von mindestens 20 Tagen.

Ein Teilzeitbeschäftigter, der fünfmal in der Woche vier Stunden arbeitet, hat genau wie ein Vollzeitbeschäftigter mindestens 20 Tage Anspruch auf Urlaub.

Reduziert ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin die Anzahl der Arbeitstage, verringert sich auch der gesetzliche Urlaubsanspruch. Beispielsweise gibt es bei einer Drei-Tage-Woche zwölf Urlaubstage pro Jahr.

Werkstudent – Teilzeit im Studium

Auch wenn man Vollzeitstudent ist, muss man jederzeit krankenversichert sein. Wenn du jedoch mehr als 450 Euro im Monat verdienst, bist du nicht mehr familienversichert.

Das bedeutet, dass man sich bei den meisten gesetzlichen Krankenkassen versichern und einen Pauschalbetrag pro Monat für die so genannte Studentenversicherung zahlen muss. Häufig liegt der Beitrag bei etwa 100 Euro.

Es ist lediglich darauf zu achten, dass man während des Semesters NICHT mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, anderenfalls gilt die Arbeit als Vollzeitjob.

Dies stellt ein Risiko dar, denn ein Vollzeitstudium steht immer an erster Stelle – genau wie ein „Vollzeitjob“. Es ist nicht erlaubt, zwei Vollzeitbeschäftigungen parallel auszuführen, da sonst die Studentenvorteile wie z.B. die Studentenversicherung nicht weiter in Anspruch genommen werden können.

Wenn du derzeit ein Teilzeitstudium absolvierst, gibt es andere Dinge zu beachten. Beispielsweise gilt: Wer unter 25 Jahre alt ist und maximal 20 Stunden pro Woche arbeitet, kann über seine Eltern versichert bleiben.

Wenn du zwischen 25 und 30 Jahre alt bist, musst du eine Studentenversicherung bei einer Krankenkasse abschließen. Falls du über 30 Jahre alt bist und studierst, gelten die gesetzlichen Regelungen für Arbeitnehmer.

Wirkt sich Teilzeitarbeit auf den Urlaubsanspruch aus?

Teilzeit und Minijob

Prinzipiell kann man einen Teilzeitjob mit einem Mini-Job verknüpfen. Es dürfen jedoch maximal acht Arbeitsstunden pro Tag geleistet werden.

Entsprechend dem Gesetz ist auch eine Arbeit von bis zu zehn Stunden erlaubt, die durchschnittliche Arbeitszeit innerhalb eines halben Jahres darf höchstens acht Stunden umfassen. Somit wäre man früher oder später gezwungen, die zehn Stunden auszugleichen. 

Zu beachten sind auch die Ruhezeiten zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn. Vor der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags für den zusätzlichen Mini-Job muss die schriftliche Genehmigung des Arbeitgebers eingeholt werden.

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber den Mini-Job nicht unterbinden, es sei denn, das betreffende Unternehmen steht in direktem Wettbewerb.

Wenn allerdings eine langfristige Teilzeitbeschäftigung in Kombination mit einer anderen Teilzeitbeschäftigung ausgeübt wird, ist zu beachten, dass dadurch weniger in die Pensionskasse eingezahlt wird.

Das mag zunächst gut klingen, kann aber auf lange Sicht zu Problemen führen. Es empfiehlt sich, für eine private Rentenversicherung zu sorgen – so ist man auf der sicheren Seite.

Teilzeitmodelle 

In diesem Abschnitt stellen wir sieben Beispiele für Teilzeitarbeit vor. Sie verbessern die Chancen der Arbeitnehmer, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen.

Den Arbeitgebern geben sie Anregungen, ihr Unternehmen nicht nur effizient und kundenfreundlich zu führen, sondern auch die Motivation der Mitarbeiter zu sichern.

Reduzierung der Stundenzahl

1) Teilzeit Classic 

Die klassische Teilzeitarbeit. Die tägliche Arbeitszeit wird stundenweise reduziert. Die klassische Teilzeit ist durch die regelmässige Verteilung der Arbeitszeit die für Arbeitgeber am einfachsten umsetzbare Form der Teilzeitarbeit.

Arbeitsstunden pro Woche

  • 5 Tage

Freizeitgewinn

  • täglich einzelne Stunden

Geeignet für

  • alle Angestellten, einschließlich Facharbeiter

Besonderheiten für Arbeitnehmer

  • mehr freie Zeit jeden Tag
  • feste regelmäßige Arbeitszeit

Besonderheiten für Arbeitgeber

  • mehr Effizienz
  • geringer zusätzlicher Verwaltungsaufwand

Beispiele, basierend auf Vollzeit = bisherige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (5×8 Stunden)

30-Stunden-Woche20-Stunden-Woche
Wöchentliche Arbeitszeit30 Stunden20 Stunden
Verteilung5×6 Stunden5×4 Stunden
Freizeitgewinntäglich 2 Stundentäglich 4 Stunden
Quelle: Bmas.de
Teilzeit: Modelle, Arbeitsstunden und Urlaub

2) Teilzeit Classic Vario

Die flexible Variante des Teilzeitmodells Classic. Die wöchentliche Arbeitszeit wird auf 2 bis 5 Tage aufgeteilt. Auch die Tages-, Wochen- oder Monatsstundenzahl kann variieren. So kann Teilzeit mit Vollzeitarbeit kombiniert werden.

Arbeitsstunden pro Woche

  • 2-4 Tage – Vollzeit oder Teilzeit oder
  • 5 Tage – Tage Vollzeit/Teilzeit kombiniert (voll flexible Verteilung der Arbeitszeit)

Freizeitgewinn

  • ganze Tage und/oder einzelne Stunden pro Tag

Geeignet für

  • alle Mitarbeiter, einschließlich Fach- und Führungskräfte

Besonderheiten für Arbeitnehmer

  • ganze freie Tage pro Woche
  • variable Verteilung der Arbeitszeit

Besonderheiten für Arbeitgeber

  • größere Wirksamkeit
  • bessere Kapazitätsauslastung bei schwankender Arbeitsbelastung

Beispiele, basierend auf Vollzeit = bisherige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (5×8 Stunden)

3-Tage-Woche4-Tage-Woche5-Tage-Woche
Wöchentliche Arbeitszeit15 Stunden24 Stunden34 Stunden
Verteilung1×6 + 1×4 + 1×5 Stunden4×6 Stunden2×8 + 3×6 Stunden
Freizeitgewinntäglich 2 Stunden und 2 freie Tagetäglich 2 Stunden und 1 freier Tag3×2 Stunden
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3) Teilzeit Home

Die Mitarbeiter arbeiten Teilzeit von zu Hause aus. Vereinbarte Arbeitszeiten sichern die Verfügbarkeit und erleichtern die Zusammenarbeit. Es entfallen die üblichen täglichen Leerlaufzeiten wie Hin- und Rückfahrten. Die Bindung an das Unternehmen wird durch individuelle Arbeitstage im Unternehmen gestärkt.

Arbeitszeiten pro Woche

  • 5 Tage Teilzeit
  • 2-4 Tage – Vollzeit, Teilzeit oder eine Kombination aus beidem

Freizeitgewinn

  • ganze Tage und/oder einzelne Stunden pro Tag

Geeignet für

  • alle Angestellten, einschließlich Facharbeiter

Besonderheiten für Arbeitnehmer

  • Teilzeitarbeit von zu Hause aus
  • deutlich geringere Reisekosten und -zeiten
  • mehr freie Zeit jeden Tag
  • hohe individuelle Verantwortung

Besonderheiten für Arbeitgeber

  • Einsparungen bei den Betriebskosten
  • bessere Kundenorientierung

Beispiele, basierend auf Vollzeit = bisherige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (5×8 Stunden)

3-Tage-Teilzeit4-Tage-Vollzeit5-Tage-Teilzeit/ Vollzeit kombiniert
Wöchentliche Arbeitszeit24 Stunden32 Stunden34 Stunden
Verteilung4×6 Stunden4×8 Stunden2×8 + 3×6 Stunden
Freizeitgewinntäglich 2 Stunden und 1 freier Tag1 freier Tag3×2 Stunden
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Teilung von Arbeitsplätzen

1) Teilzeit-Jobsharing

Zwei Angestellte teilen sich einen Arbeitsplatz auf eigene Verantwortung. So können auch Teilzeitbeschäftigte in Vollzeitprojekte einsteigen und diese verantwortungsvoll leiten.

Die Verantwortung für das Projekt bleibt uneingeschränkt bestehen. Voraussetzung: Regelmäßige Absprachen und Informationsaustausch. Das Jobsharing auf Teilzeitbasis ist für Unternehmen mit langer Laufzeit von Projekten ein Modell zur besseren Kundenorientierung.

Arbeitszeiten pro Woche

  • 5 Tage – Teilzeit oder
  • 2-4 Tage – Vollzeit/Teilzeit kombiniert

Freizeitgewinn

  • täglich einzelne Stunden und/oder ganze Tage

Geeignet für

  • alle Mitarbeiter, insbesondere Fach- und Führungskräfte

Besonderheiten für Arbeitnehmer

  • Verantwortung für Projekte bleibt
  • hohe Entscheidungsfreiheit durch Rücksprache
  • mehr Freizeit
  • individuelle Flexibilität

Besonderheiten für Arbeitgeber

  • Zwei Mitarbeiter teilen sich einen Arbeitsplatz
  • Bedarfsdeckung mit langen Servicezeiten

Beispiele, basierend auf Vollzeit = bisherige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (5×8 Stunden)

5-Tage-Woche3-Tage-Woche
Wöchentliche Arbeitszeit25 Stunden21 Stunden
Verteilung5×5 Stunden2×8 + 1×5 Stunden
Freizeitgewinntäglich 3 Stunden1×3 Stunden und 2 freie Tage
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Flexible Arbeitszeit von Führungskräften – Quelle: Managerseminare.de

2) Teilzeit-Team

Die Arbeitgeber geben nur an, wie viele Arbeitnehmer zu bestimmten Zeiten anwesend sein müssen. Die jeweiligen persönlichen Arbeitszeiten werden dann im Team geplant und vereinbart. Änderungen sind jederzeit kurzfristig möglich.

Dies ist für die Mitarbeitenden die flexibelste Möglichkeit, die Arbeitszeit oder Freizeit zu planen. Die teilzeitliche Teamarbeit ist für Arbeitgeber ein Modell zur Optimierung von Auslastung und Kundenorientierung.

Arbeitszeiten pro Woche

  • 2 – 5 Tage – Vollzeit, Teilzeit oder eine Kombination aus beidem

Freizeitgewinn

  • täglich einzelne Stunden und/oder ganze Tage/Wochen

Geeignet für

  • alle Angestellten, einschließlich Facharbeiter

Besonderheiten für Arbeitnehmer

  • Die Arbeitszeiten werden innerhalb des Teams koordiniert
  • besonders variable Verteilung der Arbeitszeit
  • kurzfristige Planbarkeit
  • hohe Entscheidungsfähigkeit
  • Teamgeist erforderlich

Besonderheiten für Arbeitgeber

  • starke Kundenorientierung
  • optimale Kapazitätsauslastung
  • kurzfristige Planbarkeit

Beispiele, basierend auf Vollzeit = bisherige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (5×8 Stunden)

5er-Team6er -Team
Tägliche ServicezeitMontag – Freitag, 8 – 20 UhrMontag – Samstag, 10 – 20 Uhr
Besetzungsvorgabe2 Mitarbeiter von 8 – 10 Uhr3 Mitarbeiter von 10 – 16 Uhr2 Mitarbeiter von 16 – 20 UhrMontag – Freitag:2 Mitarbeiter von 10 – 12 Uhr3 Mitarbeiter von 12 – 18 Uhr2 Mitarbeiter von 18 – 20 UhrSamstag:3 Mitarbeiter von 10 – 13 Uhr
Wöchentliche Arbeitszeit je Mitarbeiter30 Stunden23 Stunden (tatsächliche Arbeitszeit kann wöchentlich variieren)
Verteilung5×6 StundenBesipielhaft 2×6 Stunden und 2×4 Stunden und 3 Stunden am Samstag
Freizeitgewinntäglich 2 Stundentäglich 2-4 Stunden und 1 freier Tag
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Auszeit

1) Teilzeit Invest

Die unsichtbare Teilzeit. Arbeit ist immer noch in Vollzeit – Teilzeit wird bezahlt. Die Differenz wird als Zeit- oder Geldguthaben auf einem Wertguthaben oder Langzeitkonto angespart.

Dies ermöglicht langfristig eine mehrmonatige Freistellung von der Arbeit, z.B. Sabbaticals oder sogar eine Frühpensionierung. Der Lohn wird in jedem Fall weiterbezahlt.

Arbeitszeiten pro Woche

  • 5 Tage – Vollzeit

Freizeitgewinn

  • ganze Wochen, Monate, Jahre

Geeignet für

  • alle Mitarbeiter, einschließlich Fach- und Führungskräfte

Besonderheiten für Arbeitnehmer

  • Freizeit oder Gehalt sparen
  • längere Urlaubszeiten mit Lohnfortzahlung mit universeller Sozialversicherung
  • steuerliche Vorteile
  • Zeit für z.B. Weiterbildung

Besonderheiten für Arbeitgeber

  • Angestellter arbeitet weiterhin vollzeitlich
  • Bewältigung der Unterauslastung bei Lohnfortzahlung (Teilzeit – Gehalt)
  • z.B. Weiterqualifizierung von Mitarbeitern

Beispiele, basierend auf Vollzeit = bisherige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (5×8 Stunden)

4 Monate FreistellungSabbaticalVorgezogener Ruhestand
Vereinbarte Arbeitszeit30 Stunden30 Stunden
Tatsächliche Arbeitszeit40 Stunden40 Stunden40 Stunden
Verteilung5×8 Stunden5×8 Stunden5×8 Stunden
Ansparform1/12 des Gehalts/ Jahr (Geldguthaben)10 Stunden/ Woche (Zeitguthaben)10 Stunden/ Woche (Zeitguthaben)
Ansparzeitraum4 Jahreca. 3 Jahreca. 6 Jahre
Freizeitgewinn4 Monate Freistellung1 ganzes Jahr frei2 Jahre früher in Vorruhestand
Ist eine 30 Stunden Woche Teilzeit?

2) Teilzeit-Saison

Ausgleich von Über- oder Unterauslastung in Saisonbetrieben. In Spitzenzeiten werden die Arbeitskräfte in Vollzeit beschäftigt. Bei geringer Auslastung haben sie eine Ausfallzeit. So können die Arbeitgeber Entlassungen verhindern.

Die kostenintensive Suche und Ausbildung neuer Mitarbeiter für die nächste Hochsaison entfällt. Die Mitarbeiter erhalten das ganze Jahr über ein monatliches Grundgehalt.

Der Sozialversicherungsschutz ist durchgehend gewährleistet, jedoch nur bei einer Freistellung von mehr als drei Monaten, wenn ein Wertguthabenvertrag besteht.

Arbeitszeiten pro Woche

  • 5 Tage – Vollzeit (in der Saison)

Freizeitgewinn

  • ganze Monate außerhalb der Saison

Geeignet für

  • alle Angestellten, einschließlich Facharbeiter

Besonderheiten für Arbeitnehmer

  • dasselbe monatliche Grundgehalt (für das ganze Jahr)
  • kontinuierlicher Sozialversicherungsschutz (für Zeiträume von mehr als drei Monaten Freistellung von der Arbeit, jedoch nur, wenn ein Wertkreditvertrag besteht)
  • längere Freizeiträume

Besonderheiten für Arbeitgeber

  • gleiches monatliches Grundgehalt
  • keine Trainingszeiten
  • Kosteneinsparungen bei der Mitarbeitergewinnung
  • Bewältigung saisonaler Schwankungen

Beispiele, basierend auf Vollzeit = bisherige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (5×8 Stunden)

Saison 1×4 Monate pro JahrSaison 2×3 Monate pro Jahr
Jährliche Arbeitszeit4 Monate Vollzeit2×3 Monate Vollzeit
Wöchentliche Arbeitszeit40 Stunden
Verteilung5×8 Stunden5×8 Stunden
Freizeitgewinn8 Monate frei pro Jahr2×3 Monate frei pro Jahr
Gehalt/ Lohn1/3 des monatlichen Vollzeitgehalts/ -lohns1/2 des monatlichen Vollzeitgehalts/ -lohns
Wie viele Stunden muss man bei Teilzeit arbeiten?

Brückenteilzeitarbeit

Seit dem 1. Januar 2019 ist die vorläufige Brückenteilzeit in Kraft getreten. Sie ermöglicht eine befristete Teilzeitarbeit mit einem Recht auf Wiederaufnahme der vorherigen Arbeitszeit.

Die Voraussetzungen für die Anspruchsberechtigung und das Antragsverfahren sind weitgehend die gleichen wie für das Recht auf Teilzeitarbeit ohne zeitliche Begrenzung.

Voraussetzungen für die neue Brückenteilzeitarbeit sind:

  • Der Arbeitgeber beschäftigt in der Regel mehr als 45 Arbeitnehmer.
  • Das Beschäftigungsverhältnis besteht länger als sechs Monate.
  • Der Arbeitnehmer stellt beim Arbeitgeber einen Antrag auf Verringerung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit (Vollzeit- oder frühere Teilzeitarbeit) für einen bestimmten Zeitraum, der zwischen einem und fünf Jahren liegt.
  • Es müssen keine besonderen Gründe (z.B. Kindererziehung, Betreuung) angegeben werden.
  • Das Gesuch wird mindestens drei Monate vor Beginn der gewünschten Reduktion in Textform eingereicht.
  • Es liegen keine betrieblichen Gründe vor, die die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Unternehmen wesentlich beeinträchtigen würden.
  • Für Arbeitgeber, die zwischen 46 und 200 Arbeitnehmer beschäftigen, gilt eine besondere Zumutbarkeitsgrenze: Auch wenn die übrigen Bedingungen erfüllt sind, dürfen diese Arbeitgeber nur einem pro angefangene 15 Arbeitnehmer das Recht zur Überbrückung von Teilzeitarbeit gewähren.
Was ist neu an der Brückenteilzeit?
Quelle: Bmas.de

Abgesehen von dem neuen gesetzlichen Anspruch sieht das Gesetz Erleichterungen für Arbeitnehmer vor, die bereits unbefristet teilzeitbeschäftigt sind und mehr Arbeit leisten möchten.

Gemäß der vorherigen Rechtslage musste der Arbeitgeber bei der Besetzung offener Stellen Teilzeitbeschäftigte, die bei gleicher Qualifikation länger arbeiten wollten, bevorzugen. Dies galt jedoch nur, wenn keine dringenden betrieblichen Gründe oder Arbeitszeitwünsche anderer Teilzeitbeschäftigter entgegenstanden.

In diesem Fall hatte der Arbeitgeber die Beweis- und Beweislast. Seit dem 1. Januar 2019 muss der Arbeitgeber auch nachweisen und gegebenenfalls beweisen, dass die Stelle nicht der bisherigen Tätigkeit des Teilzeitbeschäftigten entspricht oder nicht frei ist oder dass der Teilzeitbeschäftigte nicht mindestens so geeignet ist wie ein anderer bevorzugter Bewerber.

Darüber hinaus wurde klargestellt, dass der Arbeitgeber den Wunsch nach einer Änderung der Dauer und/oder des Ortes der bestehenden vertraglichen Arbeitszeiten besprechen muss.

Dies ist eine Verpflichtung, die unabhängig vom Umfang der Arbeitszeit und von der Anzahl der für den Arbeitgeber tätigen Arbeitnehmer gilt. Der Arbeitnehmer kann ein Mitglied der Arbeitnehmervertretung zur Unterstützung oder Vermittlung heranziehen.

Darüber hinaus muss der Arbeitgeber die Arbeitnehmervertretung über alle angegebenen Arbeitszeitwünsche informieren.

Brückenteilzeit - wie funktioniert die Darlegungspflicht?

Das Gesetz sieht auch Änderungen bei der Arbeit auf Abruf vor. Die Arbeitnehmer müssen ihre Arbeitszeit und ihr Einkommen planen können, und diejenigen, die auf Abruf arbeiten müssen, können dies nur in begrenztem Umfang tun.

Dennoch ist es für Unternehmen wichtig, flexibel auf die Auftrags- und Personalsituation reagieren zu können. Nach der Vereinbarung im Koalitionsvertrag soll dies ausgeglichen werden.

Wird keine konkrete Dauer der Wochenarbeitszeit vereinbart, gelten jetzt 20 – statt bisher 10 – Stunden pro Woche als vereinbart. Darüber hinaus werden die von der Rechtsprechung im Jahr 2005 entwickelten Grundsätze für einen angemessenen Ausgleich zwischen den Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gesetzlich verankert. 

Der vom Arbeitgeber bei Arbeit auf Abruf einseitig abrufbare Anteil der Mehrarbeit wird auf höchstens 25 Prozent der vereinbarten wöchentlichen Mindestarbeitszeit limitiert.

Bei einer Vereinbarung zur Reduzierung der vereinbarten Wochenarbeitszeit beträgt das Volumen 20 Prozent der vereinbarten wöchentlichen Maximalarbeitszeit.

Als Berechnungsgrundlage für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und für die Vergütung an gesetzlichen Feiertagen wird im Allgemeinen die Durchschnittsarbeitszeit der drei letzten Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder des gesetzlichen Feiertags ermittelt.

FAQs

  • Wie viele Stunden muss man bei Teilzeit arbeiten?

    Da eine Teilzeittätigkeit mit einer Vollzeittätigkeit im Verhältnis steht, läßt sich die Frage nach der Arbeitsstundenzahl nicht allgemeingültig beantworten. Wenn man 24 Stunden pro Woche teilzeitlich arbeitet, kann man seine Arbeitszeit in vier Wochentage zu je sechs Stunden aufteilen.

    Das gibt dir täglich etwa zwei Stunden Freizeit und einen ganzen freien Tag pro Woche. Wenn die Teilzeitbeschäftigung 34 Stunden pro Woche umfasst, kann diese über eine 5-Tage-Woche verteilt werden. 

    Der Arbeitgeber greift bei der Berechnung auf die normale Stundenzahl eines Mitarbeiters in seinem Unternehmen zurück, der eine gleiche oder vergleichbare Tätigkeit ausübt. Wenn z.B. die vorhandene Kellnerin in einem Restaurant 40 Stunden pro Woche arbeitet, sind 35 Stunden in der Servicefunktion bereits Teilzeit.

    Die persönliche Stundenzahl ist im Arbeitsvertrag festgelegt. Generell hat jeder Mitarbeiter, der bereits sechs Monate oder länger im Unternehmen beschäftigt ist, das Recht, seine Arbeitszeit auf Teilzeit zu reduzieren. 

  • Ist eine 30 Stunden Woche Teilzeit?

    Jein. Arbeiten alle Beschäftigten eines Unternehmens üblicherweise 40 Wochenstunden, sind 39 Wochenstunden in der Theorie bereits eine Teilzeitanstellung. Aus diesem Grund gibt es den Begriff vollzeitliche Teilzeitbeschäftigung, der im Allgemeinen eine Teilzeitstelle mit 30 oder mehr Stunden pro Woche beschreibt.

  • Sind 35 Stunden Vollzeit oder Teilzeit?

    Es kommt darauf an, wie lange die anderen Vollzeitmitarbeiter im Unternehmen beschäftigt werden. Arbeiten alle Beschäftigten eines Unternehmens üblicherweise 40 Wochenstunden, sind 39 Wochenstunden in der Theorie bereits eine Teilzeitanstellung.

    Aus diesem Grund gibt es den Begriff vollzeitliche Teilzeitbeschäftigung, der im Allgemeinen eine Teilzeitstelle mit 30 oder mehr Stunden pro Woche beschreibt.

  • Sind 15 Stunden die Woche Teilzeit?

    Der Arbeitgeber greift bei der Berechnung der Teilzeit auf die normale Stundenzahl eines Mitarbeiters in seinem Unternehmen zurück, der eine gleiche oder vergleichbare Tätigkeit wie du ausübt.

    Wenn z.B. die vorhandene Kellnerin in einem Restaurant 40 Stunden pro Woche arbeitet, sind 35 Stunden im Service bereits Teilzeit. Die persönliche Stundenzahl ist im Arbeitsvertrag festgelegt.

    Generell hat jeder Mitarbeiter, der bereits sechs Monate oder länger im Unternehmen beschäftigt ist, das Recht, seine Arbeitszeit auf Teilzeit zu reduzieren. 

  • Sind 30 Stunden Teilzeit oder Vollzeit?

    Jein. Es kommt darauf an, wie lange die anderen Vollzeitmitarbeiter im Unternehmen beschäftigt werden. Arbeiten alle Beschäftigten eines Unternehmens üblicherweise 40 Wochenstunden, sind 39 Wochenstunden in der Theorie bereits eine Teilzeitanstellung.

    Aus diesem Grund gibt es den Begriff vollzeitliche Teilzeitbeschäftigung, der im Allgemeinen eine Teilzeitstelle mit 30 oder mehr Stunden pro Woche beschreibt.

Hilda Weit

Hilda absolvierte ihr Abitur (IB) in Italien, studierte danach an der Skema Business School in Frankreich Business Administration, transferierte im Rahmen des Studiums an die Edge Hotel School in England mit dem Fokus auf Hotel Management und bildete sich nach erster Berufserfahrung mit dem Cornell Certificate in Hotel Real Estate Investments and Asset Management weiter. Während des Studiums sammelte Hilda Erfahrungen in der Operative und durchlief alle Bereiche von Housekeeping, über Front Office, Küche, Food & Beverage, Conference & Events bis Duty Management. Sie arbeitete nach dem Studium bei Tropical Islands in Brandenburg im Hotel Development und ist nun bei der Berliner Betreibergesellschaft HRG Hotels im Development Team für das Kreieren von Hotelkonzepten zuständig. Zusätzlich engagiert sich Hilda als Young Professional im Arbeitskreis Hotelimmobilien für die erfolgreiche Nachwuchsgewinnung in der Tourismus- und Hotelbranche.

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